Mit ihren bisherigen Alben haben PRIMORDIAL sich aus Irland auch hierzulande eine kleine aber feine Fangemeinde erarbeitet. Nach dem Auseinanderbrechen ihres alten Labels Hammerheart sind sie nun bei Metal Blade untergekommen, mit Sicherheit ein kleiner Karrieresprung, aber ob das gleichzeitig bedeutet, dass nun auch die Hörerschaft großartig wächst, darf durchaus bezweifelt werden. Vielmehr dürfte es dabei bleiben, dass man entweder dieser Band nix abgewinnen kann, oder dass man sie liebt. Und diesbezüglich sind sich die Kelten um Fronter Nemtheanga auf Longplayer Nummer 5 absolut treu geblieben.

Was fällt einem beim Namen STARBREAKER ein?
Ein alter JUDAS PRIEST-Song? Gut, damit ist von offizieller Seite die Basis für die von TNT-Sänger Tony Harnell ins Leben gerufene gleichnamige Band bereits gelegt. Mit Magnus Karlsson von LAST TRIBE schnappt sich ein extrem fähiger Musiker die Gitarre und John Macaluso (Ex-Malmsteen) übernimmt das Drumkit - die Position am Bass wird von einem wahren Workaholic besetzt: Fabrizio Grossi hat schon mit so vielen Größen zusammengearbeitet und diverse Bands produziert - insgesamt stellt das Quartett von STARBREAKER also eine hochkarätige Besetzung dar, die einiges erwarten lässt.
Tony Harnell selbst sagt über das Debüt, dass es "heavy, episch, majestätisch und vor allem melodisch" ausgefallen sei: Melodic Metal, wie die Plattenfirma kurz zusammenfasst - ein Album, was Fans früher PRIEST und QUEENSRYCHE vom Hocker reißen wird.
Nun - dann nehmen wir mal Platz auf eben diesem und legen die Scheibe ein...

Die Jungs von TALISMAN haben sich dazu entschlossen, mal wieder ein Live-Album zu veröffentlichen.
Was zunächst nicht danach klingt, etwas Besonderes zu sein, entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber durchaus als kleines Juwel.
Die Schweden sind nach fünfzehn Jahren von der Besetzung her so stark wie nie - Sänger Jeff Scott Soto dürfte vielen noch aus seiner Zeit bei Axel Rudi Pell bekannt sein, dass er einer der besten seiner Zunft ist, hat er schon vorher bei Yngwie Malmsteen und später bei HARDLINE bewiesen. Aus der Malmsteen-Zeit stammt auch Bassist (& Produzent) Marcel Jacob - und zudem wird auf "Five Men Live" erstmalig mit zwei Gitarren (Frederik Akesson & Howie Simon) geholzt. Die aufgezeichneten Shows stammen zwar bereits von Juni & August 2003, sind somit gut eineinhalb Jahre alt, repräsentieren aber die Tour zum letzten Studiooutput "Cats And Dogs" und sind somit aktuell.

Vor gut zehn Jahren hat der italienische Gitarrist Alex de Rosso die internationale Musikszene betreten und sich seitdem mit seinen drei Solo-Alben ganz gut etabliert und sich nebenbei einen guten Namen erarbeitet, was unter anderem dazu führte, dass er für Don Dokken mehrfach auf Tour mitwirken durfte. Seine Spielweise wird ohnehin sowohl von den Fans als auch von der Presse und vielen Musikern geschätzt.
Mit HEADRUSH startet Alex nun eine neue Band in Zusammenarbeit mit dem (ebenfalls italienischen) Sänger Roberto Tiranti, der bislang hauptamtlich bei LABYRINTH am Mikrofon steht.

Seit ihr Debütalbum "Stairway To Fairyland" 1999 bemerkenswert gut in der Szene einschlug, sind FREEDOM CALL kontinuierlich dabei, ihre Fangemeinde zu vergrößern und ihren Ruf zu erweitern - und nun kommt mit "The Circle Of Life" das bereits vierte Studioalbum auf uns zu. Nicht verwunderlich war 1999 der für ältere GAMMA RAY typisch "fröhliche" Sound des Albums. Nicht verwunderlich, weil die Band mehr oder weniger vom GAMMA RAY-Drummer Dan Zimmermann ins Leben gerufen wurde - verstärkt von Sänger Chris Bay, der zudem mit Dan für die Produktion verantwortlich zeichnete.

15 Jahre Freundschaft, 10 Jahre gemeinsames Songwriting - mittlerweile das dritte FINAL FRONTIER-Album - Sänger Rob Moratti und Gitarrist Mladen versuchen, sich im Melodic Rock-Bereich einen Namen zu machen...
"High Tension Wire" hat musikalisch durchaus das Potential, in höhere Regionen aufzusteigen, scheitert aber leider an Robs durchgängig etwas zu dünner Stimme, die wie ein stark kränkelnder Steve Perry (Ex-JOURNEY) klingt und an die man sich erst gewöhnen muss.

Nach weit über einem halben Jahrzehnt gibt es endlich wieder ein Lebenszeichen von AURA NOIR aus Norwegen, einer der wenigen Bands, die noch in ernsthafter Weise dem klassischen Thrash- und Black Metal der 80er Tribut zollt.
# Auch auf der vierten Scheibe der Truppe gibt es wieder die volle Dröhnung in Form einer rotzigen Mixtur aus VENOM, HELLHAMMER und DESTRUCTION. Es gibt acht durch die Bank weg brauchbare Nackenbrecher für den metallischen Hörgenuss jenseits jeglicher musikalischen Anpassung. Wozu braucht der richtige Metalhead denn tolle Songstrukturen, schön klingende Arrangements und gute Produktion? Ab und an tun es auch ein paar Humpen Bier, eine aufgedrehte Stereoanlage, eine Scheibe wie "The Merciless" und ab geht die Post.

Das erste Highlight des Metaljahres 2005 ist die neue Scheibe von URSURPER geworden, für mich sein langem eine der unterbewertetsten Bands härterer Gangart. Die Jungs aus Chicago leiden seit eh und je unter dem Vorurteil, ein reines CELTIC FROST Plagiat zu sein, was auf ihren Frühwerken ja auch durchaus zutreffend gewesen sein mag. Mittlerweise sind sie auf Earache Records gelandet und holen nun mit "Cryptobeast" zum wirklich großem Schlag aus.

Seit gut zehn Jahren bereichern KAMELOT die Musikszene mit ihren Alben - zum Einen besitzen die Musiker ein hervorragendes Gespür für kraftvolle Melodien in Verbindung mit druckvollem Power Metal, zum Anderen ist die Band spätestens seit dem 98er Album "Siege Perilous" zusätzlich mit einem herausragenden Sänger gesegnet.

Seit ihrem letzten Studiowerk "Crimson Thunder" aus dem Jahr 2002 haben sich die Jungs von HAMMERFALL schon ein wenig Zeit gelassen, bevor sie jetzt ihr fünftes Studioalbum mit dem passenden Titel "Chapter V" veröffentlichen.
Die Zeit zwischendurch wurde den Fans zwar mit einem Video und einer Doppel-Live CD sowie einer Solo-CD von Sänger Joachim Cans verkürzt, jedoch schwebte nach der Pause durchaus die Frage im Raum, wie sich der Sound der Band verändert oder weiterentwickelt haben könnte; in welche Richtung HAMMERFALL tendieren würden...

Aus Finnland kommt eine, gemessen an der eher geringen Einwohnerzahl, enorm hohe Anzahl an qualitativ hochwertiger Metalbands, das sollte kaum einem Headbanger entgangen sein. Der letzte große Exportschlager aus dem Land der tausend Seen dürfte der sogenannte Humppa-Metal sein, erfunden von Bands wie FINNTROLL oder ENSIFERUM, eine Art Viking Metal mit ziemlich deathlastigem Sound, starken folkloristischem Anstrich und einer doch tendentiell eher fröhlichen Grundstimmung, die dazu einlädt, wie tollwütige Nordmanntrolle auf nächtlichen Waldlichtungen ums Lagerfeuer zu hüpfen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie geht mir diese Musikrichtung ziemlich am Selbigen vorbei. Ohne etwas von ihnen zu kennen, habe ich auch MOONSORROW bislang immer in diese Schublade gesteckt und als uninteressant abgestempelt. Nach dem Hören von derem vierten Album "Verisäkeet" nehme ich das allerdings unverzüglich zurück und behaupte reumütig das Gegenteil.

In den Staaten ist das neue IMPELLITTERI-Alben schon fast ein halbes Jahr erhältlich - hierzulande mussten die Fans auf den "System X"-Nachfolger aber gut 30 Monate warten.
Zu "Pedal To The Metal" ist die kurzzeitige Reunion mit Ausnahmeshouter Graham Bonnet auch bereits wieder beendet - stattdessen greift nun der bislang noch nicht in Erscheinung getretene Curtis Skelton zum Mikro.

SARDONIC besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Bands DRACONIS SANGUIS, PANDÄMONIUM und LAXATIVE. Die Band wurde 2003 gegründet und hat sich dem Death / Thrash Metal verschrieben. Also lange gibt es die Band noch nicht, trotzdem wird jetzt schon ein komplettes Album mit dem Titel "Say 10" veröffentlicht. Fleißig!

Diese ISENGARD kommen aus Schweden, und sollten unter keinen Umständen mit dem gleichnamigen Projekt verwechselt werden, mit dem DARKTHRONE-Chefideologe Fenriz Mitte der 90er zwei beachtenswerte folkige Black Metal-Alben herausbrachte. Die Verwechselungsgefahr ist allerdings eher gering, denn diese Band hat sich, man kann es schon dem Albumcover entnehmen, dem fantasybeeinflußten Power Metal verschrieben. Laut Bandinfo der Plattenfirma haben die vier Schweden das hier vorliegende Album "Crownless Majesty" bereits 2001 veröffentlicht, waren aber "nur vom Pech verfolgt", so dass es kaum beachtet wurde.

Die Altenessener Thrash-Veteranen KREATOR hatten sich anno 2001 mit dem Album "Violent Revolution" höchst eindrucksvoll zurückgemeldet, besonders bei jenen Old-School-Fans, denen die Band in den 90ern mit Alben wie "Outcast" oder "Endorama" eher suspekt geworden war. "VR" war dann der Schlag in die Fresse, der sowohl Großteile der alten Thrasher als auch Freunde der moderneren, zeitgemäßeren Klänge gleichermaßen bediente. Zahlreiche anschließende Touren und Festival-Auftritte machten dann noch mehr Kredit wett und festigten (wieder) KREATORs Position als Deutschlands Thrash-Band Nr. 1. Und mehr als drei Jahre später kommt nun der nächste Schritt, diese Position zu halten oder gar auszubauen.

Seit Mitte der 90er Jahre beackern PSYCHOTRON inzwischen den Underground. Das letzte Album "Chaos Cosmic Time" ist aus dem Jahr 1999 und somit schon ein paar Tage alt. Wird also höchste Zeit für neuen Stoff...

Im Frühjahr wurde die Band FERAL im schwedischen Karlstad gegründet. Das Quintett hat sich Black Metal auf die Fahne geschrieben. "Zerrashar" ist jetzt (natürlich) die erste Veröffentlichung der Kapelle.

Nachdem THUNDER sich zur Jahrtausendwende mal eben für zwei Jährchen getrennt hatten, werfen sie brav in eben diesem zwei-Jahres-Rhythmus Alben auf den Markt - 2003 war's das viel beachtete "Shooting At The Sun" - und in diesem Jahr ist es ihr sage und schreibe siebtes Werk, passenderweise "The Magnificent Seventh" betitelt.
Prompt hat sich die erste Single-Auskopplung "I Love You More Than Rock'n'Roll" in die UK Top40 geschoben und so scheinen die fünf langsam ergrauenden Jungs, angeführt von Sänger Danny Bowes, wohl wieder ein ganz passables Werk zusammengeschustert zu haben.

"Thrash Metal, der die besten Elemente aus Tradition und Moderne vereint und nackenbrechende Riffs auf melodische Hooklines folgen lässt!" - so lautet zumindest die Überschrift des Infotextes des Debütalbums von RECKLESS TIDE aus Hannover. Nach seinem Sieg beim Metal Battle des Wacken Open Air 2004 erhielt der sympathische Sechser einen Plattenvertrag mit Armageddon Music und ballert jetzt 14 Songs ins headbangende Volk.

Mittlerweile ist der gute Joe auch schon Mitte 50 - und nachdem er bereits Anfang der Achtziger - noch früh am Anfang seiner Karriere - als Leadsänger der legendären RAINBOW die schwierige Position des Nachfolgers des (damaligen) Sangesgottes Ronnie James Dio angetreten und sehr würdig ausgefüllt hat und später bei Größen wie DEEP PURPLE ("Slaves And Masters") oder Yngwie Malmsteen's RISING FORCE Alben veredelte, konzentrierte er sich in den Neunzigern ein wenig mehr auf Soloalben und hat zuletzt hauptamtlich mit Gitarrist Nikolo Kotzev bei BRAZEN ABBOT von sich hören lassen.


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