Simo - Let Love Show The WayFans des Blues- und Jam-Rocks sollten die Ohren spitzen. Das Trio SIMO, um den namensgebenden Gitarristen JD Simo, präsentiert mit „Let Love Show The Way" ein gefühlvolles Blues-Album, welches an die ganz großen Bands dieses Genres erinnert.

Viele Bands sehen sich immerzu mit Vorwürfen wie Kommerzialisierung konfrontiert, und nicht selten treffen diese auch vollkommen zu. Wollen wir mal ehrlich sein, kaum eine Band gibt sich heute noch voll ihren Instrumenten hin. Nur selten hört man Soli, die wirklich mit Gefühl gespielt werden. So ist es zumindest in der großen weiten Welt des Musikbusiness. Ein wenig anders sieht das bei den formidablen Veröffentlichungen im Bereich des Blues-Rock aus, hier geht es weder um technische Finesse noch um kommerzielles Kalkül. Hier geht es meist tatsächlich um den Ausdruck und das Feeling beim Spielen. Kaum eine Band, bis auf vereinzelte Ausnahmen, überträgt eben jenes Gefühl so gut auf den Zuhörer wie SIMO. Ihr Debütalbum zeigt deutlich, dass auch in der heutigen Zeit noch Platz für diese Art von Musik ist. Liest man darüber, dass Gitarrist JD Simo die legendäre Les Paul von Duran Allmann spielen durfte, dürfte es kaum verwundern, dass dieses Album teilweise stark an THE ALLMAN BROTHERS BAND erinnert.

Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass SIMO wie eine Kopie dieser Band klingen. Viel eher greifen SIMO das auf, was diese Band ausgemacht hat und bauen darum ihren völlig eigenen Stil auf. Dieser klingt erdig, bluesig und dennoch modern. Die teils ausufernden Jam-Blöcke („Ain't Doin' Nothin'") verzücken den Zuhörer mit musikalischem Hintergrund und zeigen, dass es SIMO ernst meinen mit dem was sie tun. Die insgesamt dreizehn Stücke auf „Let Love Show The Way" zeigen Blues-Rock in Reinkultur und sollten keinesfalls nebenher konsumiert werden. Dieses Album braucht die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers, sonst würden viel zu viele Eindrücke und Details verloren gehen. Die Musik lebt vom Groove und der Harmonie, die zwischen den drei Musikern herrscht. Mit Gitarrist JD Simo, Bassist Elad Shapiro und Schlagzeuger Adam Abrashoff haben sich die drei richtigen Männer zusammengefunden. Langeweile kommt auf „Let Love Show The Way" nicht auf, da jeder Song als eigenes Kunstwerk gesehen werden kann. Denn obwohl sich die Band strikt im Bluesbereich bewegt, zeigt sie sich auch sehr experimentierfreudig. Teilweise bezieht sich das auf den Gitarrensound, zum Teil aber auch auf die Songarrangements. Mit „Today I'm Here" ist zudem ein wunderschönes Instrumental enthalten, und auch der ruhige Abschluss mit „Please Be With Me" ist ganz großes Kino für die Ohren.

„Let Love Show The Way" ist genau das Debütalbum, welches man von dieser Band erwartet hat. Es überzeugt auf ganzer Linie und ebnet der Band hoffentlich den Weg für eine ganz große Karriere. Ich werde mir, wenn möglich, ein Konzert der Band ansehen. Wenn dieses ähnlich fesselnd wird wie ihre Musik auf Platte, kann das nur großartig werden. (Pascal)


Bewertung: 

Pascal8,5  8,5 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 67:32 min
Label: Mascot Label Group
Veröffentlichungstermin: 29.01.2015

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